LFE im Gespräch mit dem Bundesministerium


Keine Erweiterung der EEE-Liste um Fachunternehmen – BMWK reagiert

Auf das Anschreiben des LFE an die zuständigen Bundesministerien hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz umgehend reagiert und uns bereits für den 24. Juni 2024 zu einem fachlichen Austausch in das Ministerium eingeladen.

Über die Ergebnisse werden wir umgehend informieren!

LFE fordert Politik zum Handeln auf


In einem Schreiben an die zuständigen Bundesministerien hat der LFE e.V. seiner großen Sorge Ausdruck verliehen, dass durch die aktuellen Förderbedingungen die sogenannte Energiewende zur Disposition gestellt wird.

Vorstandsvorsitzender Ralph Piterek meint dazu:
“Ohne entsprechende zielgenaue Förderung wird es nicht gelingen, diesen Weg erfolgreich weiter zu beschreiten. „Zielgenaue Förderung” meint dabei die Zurverfügungstellung von attraktiven Finanzierungskonditionen, ohne die die Förderprogramme nicht in Anspruch genommen werden. Damit wird bei den meisten Neubauprojekten die Implementierung eines Systems für Nachhaltiges Bauen nicht umzusetzen sein.”

Der LFE hat ausdrücklich seine flankierende Beratung aus der Praxis angeboten. Aus der aktuellen Praxiserfahrung unserer Expertinnen und Experten sehen wir einen dramatischen Einbruch bei Energieeffizenzberatungen, insbesondere im Zusammenhang mit den KFW-Förderungen. Hier ist umgehender Handlungsbedarf angezeigt.

Anfrage

LFE wendet sich gegen Erweiterung der EEE-Liste


Gemeinsame Erklärung des LFE, ZDS, ZIV, GIH Bundesverbandes und der DEN
Warnung vor Qualitätseinbußen durch Erweiterung der EEE-Liste

Der GIH Bundesverband, das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN), der LFE-Landesverband für Energieeffizienz e.V. (LFE), der Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger e.V. (ZDS) und der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerk -Zentralinnungsverband (ZIV) melden gemeinsam ihre erheblichen Bedenken hinsichtlich der geplanten Erweiterung der EEE-Liste (Energieeffizienz-Experten-Liste) um die Kategorie Fachunternehmen, in der am 27.Mai 2024 aus Anlass des Netzwerkpartnertreffens vorgestellten Form, durch die Deutsche Energie-Agentur (dena) an.

Die geplante Erweiterung sieht vor, dass nicht nur ausgebildete und zertifizierte Energieberatende als Energieeffizienz-Experten für die steuerfinanzierten Förderprogramme des Bundes anerkannt werden, sondern auch ausführende Unternehmen, die in einzelnen Gewerken tätig sind, diese Rolle übernehmen können. Dies würde bedeuten, dass diese Firmen künftig Maßnahmen planen, die Einhaltung von Förderrichtlinien überprüfen sowie die Qualität und Umsetzung der Maßnahmen eigenständig bewerten dürfen.

Diese Änderung missachtet die Grundlagen des 4-Augen-Prinzipes, dass aufgrund einer Anforderung des Bundesrechnungshofes und dem politischen Wunsch nach Intensivierung der Sanierungsquote bei der Etablierung der Expertenliste im Fokus stand. Die unterzeichnenden Berufsvertretungen der in der Energieberatung tätigen Menschen sind seit Jahren als Netzwerkpartner aktiv bei der Weiterentwicklung und Etablierung von Qualitätsstandards der EEE-Liste eingebunden und haben immer wieder auch Kompromisse ermöglicht. Beispielhaft sei auf die vorhabenbezogene Unabhängigkeit der Expert/innen verwiesen, die eine deutliche Abschwächung der ursprünglichen Regelung bedeutet.

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Kritik am neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Kritik am neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Der LFE e.V. hat sich mit deutlicher Kritik am neuen GEG positioniert. Trotz der Veränderungen am Gesetz bleibt vieles unpräzise und lässt Berater wie Verbraucher im Unklaren. Die Verzahnung mit der kommunalen Wärmeplanung inklusive der vielen Übergangsregelungen ist ein guter Ansatz, jedoch zeigen schon die ersten Wochen, dass die meisten Kommunen mit den zeitlichen Zielen in keiner Weise zurecht kommen werden. Die Regelungen des GEG sollen für Neubauten ab dem Jahr 2024, für Bestandsbauten in Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern ab dem 30. Juni 2026 und in Bestandsbauten in Gemeinden mit bis zu 100.000 Einwohnern ab dem 30. Juni 2028 gelten, wenn nicht bis dahin eine kommunale Wärmeplanung vorliegt. „Das Jahr 2024 hat noch ein paar Monate und da ist es schier unmöglich eine abschließende kommunale Wärmeplanung vorzulegen. Auch die weiteren Zeitziele werden nicht erreicht werden,“ stellt der Geschäftsführer des LEF e.V., Martin Stock fest. Bei ab 2024 eingebauten Heizungen soll sichergestellt werden, dass ab 2029 mindestens 15 Prozent, ab 2035 mindestens 30 Prozent und ab 2040 mindestens 60 Prozent der Wärme aus Biomasse oder grünem oder blauem Wasserstoff einschließlich daraus hergestellter Derivate erzeugt wird. Durchaus positiv sei die Einführung einer Beratungspflicht und eines erweiterten Mieterschutzes, so Stock weiter. „Es ist zu befürchten, dass viele vor den Anforderungen kapitulieren und besonders durch die klammen Kassen der Kommunen zwar „etwas gemacht“ wird, ob dies dann aber sinnhaft zur Erreichung des eigentlich sinnvollen Zieles ist, mag bezweifelt werden“, resümiert der Geschäftsführer des Verbandes, Martin Stock.

Neuer Vorstand des LFE e.V.

Neuer Vorstand des LFE e.V.

Am 7. Dezember 2023 wählten die Mitglieder des LFE-Landesverband für Energieeffizienz e.V. in Berlin eine neue Vorstandsmannschaft. Wie bisher gehören dem Vorstand Ralph Piterek (Vorstandsvorsitzender) und Marko Schneider sowie Steffen Engler (jeweils stellvertretende Vorsitzende) an. Neu in der Vorstand gewählt wurden Kevin Radtke und Christian Doller.
Der langjährige „Finanzchef“ des Verbandes Frank Zywietz und Eileen Menz gehören dem Vorstand nicht mehr an.

Seit Herbst 2023 hat der Berufsverband mit Martin Stock auch einen neuen Geschäftsführer.
Die „gute Seele im Büro“ bleibt auch in Zukunft Ulrike Zywietz.

Ein rechtlich-geschütztes Berufsbild: Energieberater

Ein rechtlich-geschütztes Berufsbild: Energieberater

Ich frage mich immer wieder warum der Energieberater noch kein rechtlich-geschütztes Berufsbild ist? Manchmal habe ich den Eindruck, dass schlicht der politische Wille fehlt. Dabei würden alle von diesem Berufsbild profitieren. Durch ein verlässliches Anforderungsprofil werden alle Aspekte wie Eigenschaften, Fähigkeiten und Merkmale der Tätigkeit geklärt. Mit einer Berufsbeschreibung werden Zutrittsbedingungen und Verantwortlichkeit geregelt.

Wenn Klimaschutz als Wachstums- und Gestaltungskraft für Wohlstand in unserer Gesellschaft verstanden wird, sind für unsere Berufsgruppe Sicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten unerlässlich. Stellen wir uns die Grundfrage, welche Merkmale eine gute Energieberatung ausmachen: Ein guter Energieberater weiß, was seine Leistung wert ist – aber wissen das auch alle anderen? Jeder hat eine andere Perspektive und Erwartungshaltung.
Ich meine, dass ein rechtlich-geschütztes Berufsbild einen wesentlichen Teil dieser Frage beantwortet. Und ich bin mir auch sicher, dass ein klares Berufsbild die entsprechende Transparenz über unsere Qualität ermöglicht.

Ein von staatlicher Seite geschütztes Berufsbild würde auch einer neuen Generation von Energieberatern die rechtliche Sicherheit geben, die für die Berufswahl und -ausübung unerlässlich ist. Im nächsten Schritt müssen sich auch Weiterbildungen und eine angestrebte hohe Qualifikation lohnen. Aufgaben und Pflichten, die dem Beruf innewohnen, sind für Unternehmen von großer Bedeutung.
Und für die Öffentlichkeit, können unsere Leistungen finanziell gewichtet werden. Mit der gesellschaftlichen Anerkennung werden aktive und zukünftige Energieberater motiviert. Natürlich steht das Berufsbild einem ständigen Wandel gegenüber. Mitunter reicht auch ein nüchterner Blick in die Gegenwart. Wenn sich zwei deutsche Automobilkonzerne eine Carsharing-Plattform teilen und den öffentlichen Nahverkehr einbeziehen, steht weit mehr als nur ein neues Konzept dahinter.
Wenn im Gebäudesektor Strom erzeugt wird, der zur Mobilität genutzt wird oder für industrielle Produktionsprozesse, dann müssen wir auch sektorenübergreifende Energieeffizienz betrachten. All dies sind tatsächlich gekoppelte Zusammenhänge, bei denen wir sektorenübergreifende Verantwortungen beschreiben müssen. Nur wenn wir das Thema ganzheitlich betrachten, werden wir Akzeptanz erlangen und fähig sein, unsere Chance zu nutzen. Wie Sie sehen, geht es hier weit mehr als um die Zukunft einer Branche.

Als Verantwortlicher des LfE-Vorstandes ist mir die Qualitätssicherung unserer Arbeit und vor allem auch die Sichtbarkeit der hohen Qualität unserer Arbeit ein persönliches Anliegen. Der LfE trägt nicht zuletzt durch sein Weiterbildungsangebot zur Qualitätssicherung der Energieberatung bei. Als Berufsverband der Energieberater vertritt er weit mehr als nur die Interessen seiner Mitglieder. Daher unterstützen wir ein rechtlich-geschütztes Berufsbild, das staatlich geregelt und gefördert wird. Wir können damit alle nur gewinnen! Ralph Piterek LFE- Vorstand Pitbau Ingenieure GmbH – www.pitbau.de